Die Art und Weise, wie Kameras arbeiten, mag sich entwickeln, aber die Ziele in der Fotografie sind unveränderlich. Die Hintergrundinformation.

Die Gründung der Foveon, Inc.

Die Erfindung des Foveon X3® Direktbildsensors durch die Foveon, Inc. hat ihren Ursprung in der Forschung des Caltech-Physikers, Informationsingenieurs und Professors Carver Mead. Ein Schwerpunkt von Meads Forschung war die Halbleitermodellierung menschlicher Fähigkeiten. Meads Zusammenarbeit mit einer Forschungsgruppe zu neuronalen Netzen im Bereich der Simulation menschlicher Wahrnehmung führte ihn letztlich zur Erforschung von Bildsensoren.

Meads Forschungen führten zu einem geschäftlichen Unterfangen, welches durch einige der führenden Firmen im Silicon Valley sowohl durch finanzielle als auch personelle Hilfe unterstützt wurde. Im August 1997 wurde Foveon gegründet, das seinen Namen von dem anatomischen Begriff fovea centralis bekam.

Maximale Sensibilität für Licht und Farbe

Die fovea centralis ist der zentrale Bereich der menschlichen Retina, der das beste Sehvermögen und die beste Farbwahrnehmung aufweist. Der Name „Foveon“ zeigte die Absicht der Firma, den fortschrittlichsten Hochleistungs-Bildsensor der Welt für den professionellen Markt zu entwickeln. Seit der Firmengründung versammelte Foveon die talentiertesten Bildtechnikingenieure um sich und forschte an vorderster Front der Entwicklung.

Foveon's erstes Produkt war nicht nur ein Bildsensor, sondern eine komplette Digitalkamera. In diesem System wurde das einfallende Licht mittels eines Prismas in die drei Grundfarben rot, grün und blau gebrochen, die durch separate Farbfilter fielen und dann auf drei große Bildsensoren gelenkt wurden. Aus den Daten der drei Farben wurde dann ein extrem hochauflösendes Bild zusammengesetzt.

Diese Kamera nutzte außerordentlich fortschrittliche Technik, doch sie war kostspielig in der Herstellung und letztlich zu teuer für den Endkunden. Als Foveon die Produktion der digitalen Prismakamera einstellte, hatte sie bereits eine patentierte Technik geschaffen, die ihre Vorrangstellung in der anbrechenden Ära der Bildverarbeitungsforschung sicherte.

Die Erfindung eines revolutionären Instruments

Als nächstes entwickelte Dick Merrill, ein führender Halbleiteringenieur bei Foveon, ein Instrument, das alles erfasste.

RGB-Licht an jeder Pixelposition. Dank seines besonderen Talents und einer einzigartigen Karriere, hatte Merrill die notwendige Kreativität aufgebracht, um künstlerische Ziele mit modernster Technik umzusetzen.

Seine besondere Fähigkeit als Fotograf leistete essenzielle technologische Beiträge und sein Streben nach künstlerischem Ausdruck wurde die treibende Kraft der Erfindung und Entwicklung von Foveons innovativen Vollfarbensensoren.

Eine neue Ära der Bildverarbeitung.

Merrills Anordnung bewies die Möglichkeit, RGB-Informationen an jeder einzelnen Pixelposition einfangen zu können, doch es war nicht sofort möglich, einen Sensor auf der Basis dieser Technik zu entwickeln.

Obwohl es bekannt war, dass Silizium kurzwelliges Licht nahe seiner Oberfläche absorbiert, während Licht längerer Wellenlängen tiefer unter die Oberfläche dringt, waren weitere Fortschritte in der Bildverarbeitung notwendig, um diese Eigenschaft zur Erzeugung hochwertiger Bilder nutzen zu können.

Diese Aufgabe fiel dem leitenden Ingenieur Dick Lyon zu, einem Experten der Bildverarbeitung und passionierten Fotografen.

Neue Produkte erzielen außerordentliche Bildqualität.

Mit sorgfältigen Experimenten und Analysen trieb Lyon die theoretische Forschung zu den Lichtabsorptionseigenschaften des Siliziums voran und bestimmte eine Anzahl von roten, grünen und blauen Spektrallinien der Sensibilität theoretischer R, G und B Fotodioden in unterschiedlichen Tiefen. Aufgrund seiner Forschungen kam Lyon zu dem Schluss, dass es möglich war, diese Technik dazu zu nutzen, um Farbbilder höchster Qualität zu erzeugen, die den prüfenden Blick des Fachmannes zufrieden stellen würden.

Durch die Bemühungen von Dick Merrill, Dick Lyon und vielen anderen Ingenieuren konnte Foveon den Prototyp des Foveon X3® Direktbildsensors herstellen und verfeinerte ihn in der Folge immer weiter. Nach vielen Versuchen vollendete Foveon schließlich 2002 dank großer Kreativität und zäher Entschlossenheit einen Bildsensor, der die Marktreife für eine kommerzielle Digitalkamera erreicht hatte.

Im Oktober 2002 erschien die SIGMA SD9 auf dem Markt, ausgestattet mit dem Foveon X3® Direktbildsensor. Er war und ist der welterste Ein-Chip Vollfarben-Bildsensor.

Die Sigma SD-Reihe beginnt.

Da Sigma's Schwerpunkt auf der Herstellung hochauflösender Kameraobjektive liegt, war die Vorstellung, einen Schärfe verringernden Tiefpassfilter – wie er in herkömmlichen Kameras eingesetzt wird – zu benutzen, vollkommen inakzeptabel.

Als der Sigma-Gründer Michihiro Yamaki auf der Photokina 2000 Carver Mead traf, erkannte Yamaki das Potential der radikal anderen Sensortechnologie, die Foveon entwickelte. Mead erinnert sich an das zufällige Zusammentreffen und wie beindruckt er von Yamaki's scharfsinnigem technologischem Verständnis, Erkenntnissen und Hoffnungen für die Fotobranche und hohen Standards bei der Bildqualität war. Mead und Yamaki entdeckten viele Gemeinsamkeiten, so dass es keine Bedenken über eine Zusammenarbeit gab.

Als Objektivhersteller mit der Philosophie, die Effizienz der eigenen Technik so weit wie möglich zu steigern, um dadurch höchste Produktqualität zu bieten, stellte Sigma mit der SD9 ihre erste digitale Spiegelreflexkamera vor: die erste Kamera der Welt, die den Foveon X3® Direktbildsensor einsetzte.

Sigma hatte das Risiko auf sich genommen, eine neue Technologie einzusetzen und wählte den Foveon X3® Direktbildsensor für ihre erste digitale Spiegelreflexkamera.

Da er keines Tiefpassfilters bedarf, nutzt der Foveon X3® Direktbildsensor das volle Potenzial von Sigma's hochauflösenden Objektiven, um lebensechte Bilder zu erzeugen, die reich an Emotion und Präsenz sind.

Das beste Objektiv mit dem besten Bildsensor.

Mit der Wahl des Foveon X3® Direktbildsensors zur Nutzung des vollen Potenzials seiner Objektive hat Sigma sich erneut der Aufgabe verschrieben, die Qualität seiner Objektive auf eine neue Ebene zu erheben. Mit dem Ziel, mehr als nur hohe MTF-Werte zu erreichen, übernahm Sigma einen ganzheitlichen Ansatz bei der Entwicklung von Objektiven, um das beste Foto und die bestmögliche Qualität des fertigen Bildes zu erzielen.

Im November 2008 übernahm Sigma Foveon, die Schöpferfirma des Foveon X3® Direktbildsensors. Durch starke Synergien in Zielen und Philosophien ergeben die beiden Unternehmen eine ideale Verbindung. Darüber hinaus legte Sigma schon immer großen Wert auf die umfassende Entwicklung und Herstellung der eigenen Technik, von der kleinsten Schraube bis hin zur Spritzgussform. Als nunmehr ein Unternehmen bieten Sigma und Foveon mit ihren Produkten weiterhin den höchsten Qualitätsstandard zum günstigen Preis.

Diese Vereinigung der beiden Unternehmen brachte die gemeinsamen Ideale und Philosophien zusammen, wodurch sie viele Herausforderungen erfolgreich meisterten. Für das Unternehmen Sigma war in den vergangenen zehn Jahren der Übergang von Film zu Digital eine Chance, um seine Grundprinzipien betreffs Fotografie in der Praxis in ein neues Technologiegebiet zu leiten.

Die Art und Weise, wie Kameras arbeiten, mag sich entwickeln, aber die Ziele in der Fotografie sind unveränderlich. Sigma’s Leidenschaft für die Fotografie und standhaftes Engagement, die höchste Bildqualität zu finden, zeigt sich in jedem neuen Sigma-Produkt.

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